Vom Berater zurück zum Mentor
2019 wurde unser Sohn geboren – ein Wendepunkt, auch in meiner finanziellen Denkweise. Kurz nach seiner Geburt habe ich für ihn ein eigenes Depot eröffnet. Mein Ziel: Ihm den Weg zur finanziellen Selbstständigkeit erleichtern, den ich mir selbst hart erarbeiten musste.
Während der Corona-Zeit habe ich begonnen, intensiver darüber nachzudenken, wie ich mein Wissen mit anderen teilen kann.
Ich informierte mich über die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Beratung und entschloss mich, die IHK-Prüfung zum Finanzanlagen-Fachmann zu absolvieren. Die Prüfung war ehrlich gesagt keine große Herausforderung – was mir deutlich machte, dass viele freie Berater keine besonders hohe Qualifikation benötigen.
Nach bestandener Prüfung habe ich mich nebenberuflich als Honorar-Anlageberater selbstständig gemacht – einer der wenigen, die diesen Weg wählen. Die meisten Berater arbeiten als Vermittler, was einen entscheidenden Unterschied macht (mehr dazu in einem späteren Beitrag).
Mein Ziel war es, Beratung so kostengünstig wie möglich anzubieten, damit auch Menschen mit wenig Einkommen Zugang dazu haben.
Leider konnte ich nicht genügend Reichweite aufbauen, um das Angebot wirtschaftlich tragfähig zu machen. Nach kurzer Zeit habe ich die Tätigkeit wieder eingestellt – aber meinen Wunsch, Wissen zu teilen, habe ich nie aufgegeben.
Heute weiß ich: Es gibt viele gute Quellen für theoretisches Wissen. Was fehlt, sind Angebote, die praktisches Wissen vermitteln – ehrlich, verständlich und ohne Verkaufsinteresse. Genau das möchte ich mit Fimentor bieten.
Was ich daraus gelernt habe
Finanzbildung beginnt früh
Ein Depot für mein Kind war ein wichtiger Schritt - heute sind es zum Glück schon zwei
Beratung ist nicht gleich Beratung
Honorarberatung ist transparenter, aber selten
Gute Absicht reicht nicht aus
Reichweite und Sichtbarkeit sind entscheidend
Praktisches Wissen ist gefragt
viele Angebote sind teuer, aber nicht alltagstauglich