Jede Strategie hat ihre eigenen Spielregeln

Geldanlage ist kein einheitliches Spiel – es gibt verschiedene Spielfelder, und jedes folgt eigenen Regeln. Wer erfolgreich investieren will, sollte wissen, welches Spiel er spielt – und sich entsprechend verhalten.
Ich nutze dafür eine einfache Matrix, die zwei Dimensionen kombiniert:
Horizontale Achse – Marktverhalten
Zyklisch (Momentum)
Investieren in Trends und Aufwärtsbewegungen. „Was steigt, steigt weiter.“
Prognosefrei
Breite Streuung ohne Marktmeinung. „Ich weiß nicht, was passiert – also investiere ich überall.“
Antizyklisch (Value)
Kaufen, wenn andere verkaufen. „Was günstig ist, hat Potenzial.“
Vertikale Achse – Auswahlbreite
Breit gestreut
Viele Positionen, oft über ETFs oder Fonds. Geringes Einzelrisiko.
Konzentriert
Wenige gezielte Investments. Höheres Risiko, aber auch höhere Kontrolle.
Meine persönliche Strategie
Ich selbst nutze vor allem:
- Prognosefrei & breit gestreut – das ist mein Fundament (mit ETF).
- Ergänzend: Prognosefrei & konzentriert – z. B. gezielte Einzelaktien mit langfristiger Perspektive.
- Mit kleineren Summen: Antizyklisch & breit sowie Antizyklisch & konzentriert – z. B. bei Marktübertreibungen oder Krisen.
Als ich mit dem Investieren angefangen habe, waren ETF noch nicht so bekannt wie heute. Es gibt sie zwar bereits seit 2000 in Europa, ich selbst bin erst später dazu gekommen. Ich habe das Investieren mit Einzelaktien begonnen, viel ausprobiert und viele Fehler gemacht aber auch sehr viel gelernt.
Warum die Spielregeln wichtig sind
Jede Strategie hat eigene Anforderungen:
Konzentrierte Investments brauchen klare Ein- und Ausstiegsszenarien.
"Einzelwerte können ausfallen – ohne Plan wird das teuer."
Antizyklisches Investieren erfordert Geduld und mentale Stärke.
"Du kaufst, wenn andere verkaufen – das fühlt sich oft falsch an."
Zyklisches Investieren braucht Timing und schnelle Reaktion.
"Du musst Trends erkennen und rechtzeitig aussteigen."
Prognosefreies Investieren lebt von Disziplin und Regelmäßigkeit.
"Du musst durchhalten – auch wenn es langweilig wird."
Zusätzliche Gedanken
- Strategie ist Persönlichkeitssache. Nicht jede Methode passt zu jedem Menschen.
- Kombinationen sind erlaubt. Du kannst verschiedene Ansätze nutzen – aber bewusst.
- Klarheit schützt vor Fehlern. Wer weiß, welches Spiel er spielt, trifft bessere Entscheidungen.